Seserina III, 2018

Am Hafen

Ich leide, ich zerbreche, ich weine.
Und immer wieder platzt es aus mir heraus,
wie eine eiternde Wunde.
Hoffnung das Letzte, das bleibt,
Hoffnung; mein Name,
die Hoffnung kriecht kraftlos,
ein letzter starker Lebensfunke.
Energie aufs Geringste heruntergefahren,
damit sie bis zur Unendlichkeit überlebt –
wenn du dann endlich da bist
und das Licht in Übermaß blüht.
Ich sehe dich, ich sehe deine Taten,
deine Kraft und Zielstrebigkeit,
und ich staune.
Wenn du in meinen Armen ankommst,
musst du zusammenbrechen vor Anstrengung.
Aber ich bin hier,
warte, ein kleines Licht
und ich werde wieder blühen,
wenn du da bist,
dich fangen und halten.
Ich bin angedockt an meinem Hafen,
die Stadt ist nur noch sehr ruhig.
Die Menschen brauchen lange,
um endlich alle zu erwachen.
Du brauchst keine Angst zu haben:
Ich bin angekommen und da,
wo ich sein will.
Ich werde nicht weiterfahren.
Ich bleibe hier und warte,
ich bin da,
wenn du anlegst.

by Nadine Pape

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